
Es gibt Releases, deren bloße Ankündigung ungeduldige Vorfreude verursacht. BRUCH gehört bei mir zu diesen Bands, die dieses Entgegenfiebern auslösen, wie bei anderen das Warten auf Weihnachten oder den 18. Geburtstag. Bei BRUCH war jede LP besser als die vorhergehende, fokussierter, spannender und in kleinen Schritten auch immer wieder verändert. Bei der neuen LP verhält es sich zum Glück nicht anders. Mit „The Harbour Of The Broken Hearted“ verdichtet Phillip den Sound von BRUCH, spart die Ausreißer und komprimiert das, was seinen Sound ausmacht, auf die reine Essenz, klingt auf der anderen Seite aber auch deutlich entspannter und gewissermaßen angekommen. Das Crooning ist im Hafen und durchgängig, ohne Ausbrüche in andere Gefilde. Der Sixties-Anteil ist allgegenwärtig, der Sound ist einerseits sakral und mächtig, hat aber weiterhin diese feinen Melodien. Und dann ist da natürlich diese Stimme, die den Unterschied macht. Man sitzt an einer Bar und reflektiert vor dem letzten Drink, den man sich gerade noch leisten kann, über das Vergangene. Auf jeder Platte gab es immer dieses eine Stück mit dem Gänsehautmoment, hier ist es für mich „The mess“, das mir tagelang im Ohr bleibt. Musik für reflektierte Menschen, die mit sich im Reinen sind und echten Schmerz wahrhaftig genießen können. Einmal mehr großartig!
© by - Ausgabe # und 14. Dezember 2020
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #107 April/Mai 2013 und Markus Kolodziej
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #153 Dezember/Januar 2020 und Kalle Stille
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #117 Dezember 2014/Januar 2015 und Markus Kolodziej
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #118 Februar/März 2015 und Kalle Stille
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #123 Dezember 2015/Januar 2016 und Markus Kolodziej
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #152 Oktober/November 2020 und Kalle Stille
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #180 Juni/Juli 2025 und Kalle Stille
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #130 Februar/März 2017 und Kalle Stille
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #130 Februar/März 2017 und Markus Kolodziej