
Hätte es Anfang der 1980er schon das Internet gegeben, hätte der Henkel-Konzern die Berliner Band sicher verklagt – die Marken- und Namensrechte an „Ceresit“ gehören den Düsseldorfern. Im Sommer 1985 gingen CERESIT 81 zu Harris Johns ins Music Lab-Studio, das damals der Goldstandard war für Punk-Produktionen in der Mauerstadt, und dort entstanden auch die Aufnahmen dieser 7“ (genau wie die der „Three Gallows“-LP). Mit „Six Pack“ und „Kraft durch Bier“ gibt es (nach „Mode“) gleich zwei Bierlieder – ja, Punk war damals bisweilen recht vorhersehbar und nicht so reflektiert wie heute. Messerscharfe, hektische Stücke, atemlos runtergehackt, voller Wut, simpel und direkt – solche Musik macht heute niemand mehr, sie war eine Produkt ihrer Zeit.
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