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COHEED AND CAMBRIA

Vaxis III: The Father Of Make Believe

Das (endlose) SciFi-Epos „The Amory Wars“ wird um ein weiteres Kapitel ergänzt, wobei COHEED AND CAMBRIA sich daran erinnern, dass sie intergalaktische Hits schreiben können. Auch wer bei der Story längst den Überblick verloren hat, bekommt mit „Vaxis III: The Father Of Make Believe“ ein Brett von Album, das sowohl Prog-Fans als auch Punkrocker mit Hang zum Bombast abholt. Bei der Band um Claudio Sanchez handelt es sich schon um ein einmaliges Phänomen – und hier liefern sie das ab, was sie am besten können: hymnische Refrains, vertrackte Riffs und verdammt große Gesten. Songs wie „Searching for tomorrow“ sind melodisch genug, um mit ihren alten Hits à la „A favor house Atlantic“ mithalten zu können. „Blind Side Sonny“ hingegen drückt so hart aufs Gaspedal, dass man sich an die frühen Tage von „Second Stage Turbine Blade“ erinnert fühlen kann. Dabei ist das Album gut produziert, klingt aber immer noch organisch lebendig und trotz der Komplexität nie überladen. COHEED AND CAMBRIA preschen mit punkiger Direktheit in proggig-epische Sphären vor, ohne sich dabei zu verfrickeln. Vielleicht zeigt „Vaxis III“ die Band jetzt auf dem Höhepunkt ihrer Kreativität. Und vielleicht ist dieses Album endlich die große Oper mit Herz, die es wirklich gebraucht hat. Was für ein wahnsinniges gutes Lebenszeichen!

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