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KARL BARTOS

Communication

Auch wenn KRAFTWERK gerade mal wieder auf Tour sind, ist es eine traurige Tatsache, dass die Band seit „Electric Cafe“ von 1986 nichts Substanzielles mehr veröffentlicht hat. Mit „Electric Cafe“ endete auch das Engagement von Karl Bartos und Wolfgang Flür bei KRAFTWERK, die sich danach mit eigenen Veröffentlichungen zu etablieren versuchten. Zuletzt mal wieder Flür in diesem Jahr mit seinem wirklich schrecklichen Album „Times“. Dagegen waren die Versuche von Bartos ein Jahr zuvor, eine neue Soundkulisse für Robert Wienes Stummfilm-Klassiker „Das Cabinet des Dr. Caligari“ zu komponieren, doch deutlich spannender. In den 1990ern hatte er zusammen mit Lothar Manteuffel von RHEINGOLD unter dem Namen ELEKTRIC MUSIC (auch: ELECTRIC MUSIC) Platten veröffentlicht, 2003 erschien sein erstes Solo-Album „Communication“. Auf dem Cover sind selbst erstellte Piktogramme zu sehen, was ein wenig an die Neuauflagen der KRAFTWERK-Alben mit alternativem Artwork erinnert. Auch musikalisch orientiert sich Bartos in zeitgemäßer Form am Technopop seiner alten Band, das ist dann aber mehr „Boing boom tschak“ als „Autobahn“, also technoider Pop mit leichtem Retro-Flair. Das funktioniert sogar recht gut, auf jeden Fall besser als bei Kollege Flür, nur mit dem übermäßigen Vocoder-Einsatz (schon klar, wir sind „Die Roboter“) hat er den Songs nicht immer einen Gefallen getan – zumal sein „cleaner“ Gesang eigentlich auch ganz schön ist.

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