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CONVERGE

Love Is Not Enough

Schon 2017 kam „The Dusk In Us“, das bis dato letzte Album der 1990 in Salem, Massachusetts von Jacob Bannon (voc) und Kurt Ballou (gt) gegründeten CONVERGE. Die feierten schon Mitte der 1990er erste Erfolge, doch erst mit „Jane Doe“ von 2001 gelang ihnen der die weitere Karriere definierende Meilenstein in Sachen Extrem-Hardcore. In dessen Kontext hatte sich die bis heute stabile Besetzung mit Nate Newton (bs) und Ben Koller (dr) gefunden. Zwischen „The Dusk In Us“ und „Love Is Not Enough“ liegt das „Bloodmoon“-Projekt, das auf Konzerte mit Chelsea Wolff im Jahr 2016 zurückgeht und erst 2021 – mitten in der Pandemie – im Album „Bloodmoon: I“ resultierte. Was ein „normales“ Album angeht: Stille. Nate hatte mit CAVE IN zu tun, Ben mit MUTOID MAN, Kurt ist als Produzent gut ausgelastet, und Jake war/ist unter anderem bei den Bandprojekten BLOOD FROM THE SOUL und UMBRA VITAE involviert und als grafischer Künstler aktiv. Kein Druck also, sich zwingend mit CONVERGE zu beschäftigen. Vielleicht ist das der Grund, weshalb „Love Is Not Enough“ so angenehm unspektakulär geworden ist. Es fühlt sich nicht an wie ein Album, das unter dem Druck entstand, noch einen draufsetzen zu müssen auf bereits Erreichtes, es ist steht für Kontinuität – im Bereich des musikalischen Extremsports, so wie das auch bei NAPALM DEATH oder KREATOR der Fall ist. Waren CONVERGE vor 20 Jahren allerdings im damals aufblühenden Metalcore-Sektor noch führend, haben hier längst andere Bands übernommen, mit der Folge artifizieller, gepimpter Musik jenseits dessen, was ich mir anhören kann und will. CONVERGE hingegen haben mit „Bloodmoon“ altgewohnte Wege beschritten und begeistern hier nun etwa in Form von „Distract and divide“, „Make me forget you“ oder „We were never the same“ mit Trademark-Sound in eigener Sache. Passt.

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