
KHNVM, die Vierte. Obliterator nennt sich das Mastermind hinter dieser formidablen Death-Metal-Kapelle, die sich mit unterschiedlichen Mitmusikern von einem simplen eitrigen Oldschool-Ansatz zu einer durchdachten und komplexen Variante entwickelt hat. Und der „Cosmocrator“, der alles Beherrschende, heutzutage wohl auch Endgegner genannt, wer ist es? Das Cover ziert zumindest eine kopflose Gestalt, die mit einer Krone aus Espenlaub über den Himmel fährt, während unten die vier Reiter der Apokalypse mit Menschen in Fluten kämpfen. Viel klassische Symbolik also, die auf genauso klassischen finsteren Death Metal mit ordentlichem Doom-Einschlag trifft. Und so komplex wie die Symbolik ist mittlerweile die Musik, die sich meist im Midtempo bewegt und endlose Folgen von verspielten Gitarrenriffs miteinander verwebt. Mit in den Keller gestimmten Gitarren, die gelegentlich mit Dissonanzen arbeiten, hat die Musik dennoch Druck und fesselt einen, sofern man bereit ist zuzuhören, denn den schnellen, simplen Swedeath-Kick bekommt man bei KHNVM nicht mehr. Und so lassen viele Riffs aufhorchen, können aber in ihrer Verspieltheit nur schwer den Weg ins Langzeitgedächtnis finden. Der „Cosmocrator“ will, dass man sich mit ihm beschäftigt, um zu zünden, dann aber ist das Album ein Burner.
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