
Die Niederländer starteten zunächst unter dem Namen DISTILLATOR in den Tiefen des Thrash Metal. Nachdem sie ihren stilistischen Ansatz erweiterten, entschied sich das Trio für einen Namenswechsel. „Celestial Death“ ist der zweite Longplayer von CRYPTOSIS und folgt auf „Bionic Swarm“ aus dem Jahr 2021. In den elf Tracks setzt die Gruppe aus Enschede auf futuristisch-dystopische, düster-atmosphärische Metal-Kompositionen. Interessanterweise überwiegen die Death-Metal-Elemente gegenüber dem Thrash, während teilweise auch progressive Black-Metal-Einflüsse erkennbar sind. CRYPTOSIS legen großen Wert auf ein abwechslungsreiches, abenteuerliches Songwriting und weit ausladende Stimmungen, die durch eine Keyboard-Untermalung verstärkt werden. Ihr musikalisches Konzept ist klar erkennbar und handwerklich sind die Niederländer versiert. Dennoch überzeugt „Celestial Death“ nicht in jeder Hinsicht. Die zentralen Erzählstränge sind teils nicht prägnant genug ausgearbeitet. Übermäßiges Beiwerk lenkt unnötig vom Wesentlichen ab, so dass das Album ein wenig kopflastig wirkt – entweder durch zu viel Input und Komplexität oder durch mangelnde Fokussierung. Zwar sorgen eingängige Melodien für einige starke Momente, doch das Gesamtbild bleibt unausgewogen. Fans progressiv-moderner Metal-Alben mit futuristischer Atmosphäre dürften dennoch Freude an CRYPTOSIS haben. Beim nächsten Mal könnte auch für die Niederländer weniger mehr sein.
© by Fuze - Ausgabe #87 April/Mai 2021 und Anton Kostudis
© by Fuze - Ausgabe #87 April/Mai 2021 und Anton Kostudis
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