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KODDER

Da! So seid ihr!

„Ich wollte einfach eine Platte machen, die für mich Punk ist“, antwortet Friedemann im Interview in dieser Ausgabe auf die Frage nach der Motivation für „Da! So seid ihr“, dem Debütalbum von KODDER. Nach der viel beachteten ersten Single macht das Trio jetzt ganz genau dort weiter, wo es aufgehört hat, und haut ein richtiges Brett mit hoher Hitdichte raus. „Da! So seid ihr“ bietet 13 harte, auf das Wesentliche reduzierte, meinungsstarke und rauh eingespielte deutschsprachige Punk-Songs frei von Pathos und Firlefanz. „Geballer“, wie Bassistin Stefanie es nennt. Den inhaltlichen roten Faden bildet die Kritik an der Korrumpierbarkeit des Einzelnen als deutsche Lebensweise, die im titelgebenden Song zugespitzt wird. „Diener der Industrie“ und „Underground“ klagen den kapitalistischen Warenfetischismus und die zunehmende Kommerzialisierung sämtlicher Lebensbereiche an. Das schließt Kritik an der eigenen Szene ausdrücklich ein. „Euer Recht“, „Privileg“ und „Nichts wissen“ mahnen zum Einsatz für die Verteidigung demokratischer Grundrechte und der Werte der Aufklärung. Wenn ich einen Song besonders highlighten müsste, dann wäre es „Kernstock“, eine Ode an emanzipatorischen Nonkonformismus. Jeder Song ist ein Statement für eine konsequente antikapitalistische, antifaschistische und zutiefst humanistische Haltung. Ich sage es immer wieder: Das Einfache besonders zu machen, ist eine Fähigkeit, die nicht jeder Band gegeben ist. KODDER habent facultatem!

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