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DANKESCHATZ

Schwarzgalligkeit

Es gibt viele Schlagwörter, mit denen man München spontan assoziieren kann. Punk ist auf dieser Liste eher seltener anzutreffen. Ich selbst lebe hier schon mein ganzes Leben und weiß, wie anstrengend es sein kann, als Anhänger der alternativeren Szene in München gegen Klischees anzukämpfen. Umso schöner ist es, wenn Bands wie DANKESCHATZ auftauchen und gleich mit einem Album wie „Schwarzgalligkeit“ eine deutliche Ansage machen. Kurz und schmerzlos hauen die drei Musiker in knapp 20 Minuten ihren Hörer:innen die elf neuen Songs um die Ohren. Einflüsse der Klassiker der Punkrock-Szene sind hier nicht zu verleugnen. Angst vor der Zukunft, gesellschaftliche Resignation, Nihilismus und hier und da ein kleines Fünkchen Hoffnung machen „Schwarzgalligkeit“ zu einer eher düsteren Punkrock-Scheibe, die aber trotzdem zum Tanzen einlädt. In sich geschlossen arrangiert, lässt „Schwarzgalligkeit“ nichts zu wünschen übrig. Hier sitzt jeder Song dort, wo er sein soll. Keiner zu viel und keiner zu wenig. Sie haben das Album Eigenregie produziert, somit halten DANKESCHATZ alle Fäden ihres Projekts selbst in der Hand. Selbst der Vertrieb ihrer Tonträger wird ausschließlich über bandeigene Portale abgewickelt. Schön, dass es auch im Jahr 2025 noch klappt, ohne große Firma im Hintergrund wirklich gute Musik herauszubringen. Jetzt muss es nur noch funktionieren, dass diese auch gehört wird. Ich würde es empfehlen.

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