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MELKUS

Discografia Due

Da locken einen MELKUS zu Beginn von Album Nr. 2 gekonnt auf die falsche Fährte, beginnt die selbstbetitelte Hymne doch mit einem MOTÖRHEAD-Bassriff und 1980er-Hardcore. Letzterer leitet dann aber schließlich über zum eigentlichen Anliegen der Band: ein großartiges Gemisch aus Psychedelic, Garage-Rock und Punk. Komplett analog aufgenommen, klingt das fuzzige „Discografia Due“ dabei nicht nur mega originell, sondern auch wie ein weitestgehend zeitloses Album, das genauso gut aus den 1970ern in die Gegenwart katapultiert worden sein könnte. „Sync out“ erinnert an tanzbare OSEES und lässt im Half-Time-Part noch ein Saxophon zu Wort kommen. In „C.ops“ kratzt der Synthie und mit den Zeilen „Step one, step three, step two, step four: Fuck you“ bekommen Freunde versteckter Zahlenbotschaften eine klare Message. Bei „Raus“ gibt es ein Novum: deutschsprachige Lyrics, ach ja, und ein Klavier. Ansonsten verfeinern MELKUS ihren Sound primär mit hakenschlagenden Songs, die sich immer wieder vor dem Verzetteln retten, und reihen dabei ohne Ende eingängige Parts aneinander, ob nun im dräuenden „Autobahn“ oder im plötzlich stockenden „Give it a try“. Eine der eigenständigsten Bands hierzulande. Unbedingt anhören!

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