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SCHNUPPE

Drin was draufsteht

Die Band SCHNUPPE sagt unmissverständlich, dass in ihrem ersten Album drin sei, was draufsteht. Das ist abgesehen von ihrem Namen nichts. Daraus könnte gefolgert werden, dass ihnen alles „schnuppe“ sei. Ich glaube aber keinesfalls, dass den Kölner:innen alles um sie herum schnuppe ist, dass ihnen ihre eigene Musik schnuppe ist und schon gar nicht, dass uns ihre Musik schnuppe sein sollte. Allerdings kommen die Songs auf „Drin was draufsteht“ so angriffslustig und gleichzeitig so herrlich leichtfüßig daher, dass ich schon glaube, dass der Band eine Sache wirklich schnuppe ist und das ist, ob so Pappnasen wie ich ihr Schaffen nun für gut befinden oder nicht. Die Attitüde versprüht gewisse „Fuck off“-Vibes. Das steht ihnen außerordentlich gut und bringt Spaß, selbst wenn sie „Sachen“ auf „machen“ reimen. Innerhalb des SCHNUPPE-Kontexts macht Quatsch wie dieser irgendwie Sinn und stört nicht, zumal sie mit einem Song wie „Bier für die Girls“ wiederum großes Hitpotenzial entfalten. Das Ganze könnte sicher noch mehr Wumms haben, aber so wie „Drin was drauf steht“ ist, hat die Platte eine Menge Charme.

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