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ELEKTROKOHLE

Kalt wie du bist

Die Veröffentlichung des ersten Albums der Berliner Cold-Punker:innen wurde vom tragischen Unfalltod ihrer Bassistin, Sängerin und Freundin Suzan Flag (Amanda Longo) überschattet und ist ihrem Gedenken gewidmet. „Kalt wie du bist“ ist eine nachhaltige Erinnerung, nicht nur an die gemeinsame Zeit mit der Band. Auch privat teilten die drei Bandmitglieder ihre Träume, lachten, weinten zusammen und tranken billige Drinks. Im Live-Repertoire kursierten schon seit geraumer Zeit genügend Tracks, die nicht auf dem Demotape und der „I wanna cry“ Single zu finden waren, und sechs weitere unveröffentlichte Songs konnten die Auswahl an älteren Favoriten komplettieren. Fabio Buemi, ein sehr guter Freund, der auch als Produzent tätig ist, versetzte den kantig-kühlen Bandsound in eine kalte, mit Eisrosen verzierte Landschaft, die melancholisch und nachdenklich erscheinen mag, wobei „Introduction“ oder „I wanna cry“ die Trauer punktgenau einfangen und widerspiegeln. „Träume und Alpträume“ und „Angst“ drehen an der Geschwindigkeits- und Spannungsschraube, der Drumcomputer liefert die Basis, die Instrumente setzen klirrende Akzente, beim Gesang werden alle Muttersprachen berücksichtigt und dadurch entsteht ein eigenständiger Gesamtkontext. „Nato fottuto“ lässt Donner und berstende Gitarrensaiten über uns hereinbrechen und leitet homogen zu älteren Tracks über. Ein bewegendes und intensives Album das zu gleichen Anteilen Traurigkeit und Hoffnung beinhaltet.

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