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FLATLINERS

New Ruin

Gut fünf Jahre nach ihrem letzten Album sind die FLATLINERS aus Toronto mit „New Ruin“ zurück. Zurück sind sie auch auf Fat Wreck, wo die Band, abgesehen vom letzten Album („Inviting Light“ erschien 2017 auf Rise Records) und ihrem Debüt („Destroy To Create“ erschien 2005 auf Stomp Records, wurde aber 2012 von Fat Wreck wiederveröffentlicht), immer zu Hause und gut aufgehoben war. Vom Ska-Punk der Salattage sind die vier Musiker inzwischen weit entfernt, genauso von einem Sound der als klassisch melodischer Hardcore durchgehen würde. Gute Songs haben die FLATLINERS zwar schon immer geschrieben, aber mit den Jahren kam irgendwann genug Selbstbewusstsein, um sich nicht mehr hinter Formeln und Schnörkeln zu verstecken. 2022 bedeutet das elfmal ohne Ausfall, eingängig auf den Punkt vertonte Nachdenklichkeit und Wut. Laut Sänger und Gitarrist Chris Cresswell hatte man dabei im Studio, trotz aller inhaltlichen Ernsthaftigkeit, viel Spaß. Das hört man den Stücken genauso an wie die Tatsache, dass die Band live weiß, wie man ein Fass aufmacht. Wer mit „It’ll hurt“ dann noch einen getragen vorgetragenen Hit im Gepäck hat, der mit den großen Melancholikern der Szene (SAMIAM und einige andere) mithalten kann, verdient volle Aufmerksamkeit. Sehr gutes Album!