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156/SILENCE

From A Distance

In ihren Anfangsjahren und auf den frühen Releases präsentierten sich 156/SILENCE noch deutlich roher und kantiger. Was jedoch bis heute unverändert geblieben ist, ist ihr unverkennbares Profil. Dieses äußert sich im konsequenten Einsatz harter Kontraste, der emotionalen Unruhe der Texte und dem atmosphärischer Rahmen, der all dies stimmig zusammenführt. „From A Distance“ ist das sechste Album der Formation aus Pittsburgh, Pennsylvania, zugleich ihr Debüt bei Pure Noise Records. Es handelt sich um das erste Werk seit dem unerwarteten Tod von Bassist Lukas Booker im März 2025. Vielleicht wirken die zwölf Stücke gerade deshalb so heftig, reflektiert und offen. Für 156/SILENCE war Musik schon immer ein Mittel der Katharsis, diesen Ansatz verfolgen sie seit ihrer Gründung 2015. Der Sound der US-Kombo pendelt zwischen Metalcore und Post-Hardcore, wobei sich dichte, Shoegaze-artige Flächen und wuchtige, brachiale Ausbrüche nahezu gleichmäßig gegenüberstehen. Der von Josh Schroeder (LORNA SHORE, THE PLOT IN YOU) produzierte Nachfolger von „People Watching“ klingt in jeder Hinsicht kompromisslos ehrlich und unmittelbar. Kein Wunder: „From A Distance“ verarbeitet eine der herausforderndsten Etappen der Bandgeschichte und ihres persönlichen Lebens und tut dies ohne Beschönigung. Gleichzeitig setzen die Gastauftritte von Mike Hranica (THE DEVIL WEARS PRADA), Alex Reade (MAKE THEM SUFFER) und Tony Castrati (CRIPPLING ALCOHOLISM) markante Akzente. Sie spiegeln wider, welche engen Verbindungen 156/SILENCE auf Tour geknüpft haben und wie stark diese Freundschaften das Album beeinflussen. Das Ergebnis ist ein Werk, das düster, intensiv und zutiefst menschlich wirkt.

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