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CANCER BATS

Give Me Dirt

Manche Bands werden mit den Jahren zahmer. CANCER BATS gehören glücklicherweise nicht dazu. Statt sich neu zu erfinden, graben die Kanadier auf „Give Me Dirt“ noch tiefer im Dreck und liefern eines ihrer kompromisslosesten Alben der letzten Jahre ab. Die Mischung aus Hardcore, Sludge und dreckigem Rock’n’Roll sitzt vom ersten bis zum letzten Song und macht vor allem mächtig Druck. Die Gitarren walzen sich mit schwerem Groove durch die Songs, während Liam Cormier sich bei jeder Zeile die Seele aus dem Leib schreit. Das Album lebt von seiner rohen Energie und verzichtet bewusst auf unnötigen Ballast. Stattdessen reiht sich Riff an Riff, Break an Break und Moshpart an Moshpart. Besonders der Titeltrack, das wuchtige „Stay stuck“ und „Long teeth“ bleiben sofort hängen. Die Gastbeiträge von Nate Newton, Chris Cresswell, Brooklyn Doran und Efrem Schulz setzen zusätzliche Akzente, ohne den Fluss der Platte zu stören. „Give Me Dirt“ wirkt wie ein Album, das in erster Linie für die Live-Rutschen der Band geschrieben wurde. Unterm Strich bietet das Album also: keine Experimente, keine Kompromisse, sondern eine gute halbe Stunde puren Abriss. Genau das, was man von CANCER BATS erwartet, und genau deshalb funktioniert „Give Me Dirt“ so verdammt gut.

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