
ALICE IN CHAINS, ALTER BRIDGE, SYSTEM OF A DOWN, Chris Cornell – Vergleiche wurden schon zur Genüge bemüht, dennoch fliegen GODSTICKS seit fast zwei Jahrzehnten unter dem Radar. Das wird sich wohl auch mit „Void“ nicht ändern. Dabei präsentieren die Briten auf ihrem siebten Album abermals ausgeklügelten Prog-Rock mit starker Gitarrenarbeit. Zwischen Jazz-Affinität und jeder Menge Spielereien sorgen die präsenten Vocals für eine klare Linie – die markante Stimme von Frontmann Darran Charles muss einem allerdings liegen. „Void“ ist düsterer als Bisheriges der Band und sicherlich auch experimenteller. Weniger melodisch, weniger harmonisch, dafür schwer, rifflastig und aufgeladen mit einer kontinuierlichen Spannung, trifft diese Platte zwar nicht direkt in Mark und Bein, erzielt aber dennoch unweigerlich eine hypnotisch-betörende Wirkung. Hinzu kommen einige eigensinnig vertrackte Phasen, die aber niemals unzugänglich wirken. GODSTICKS selbst sagen, dieses Album beinhalte Musik, die sie an die Extreme dessen gebracht hat, was sie als Musiker leisten können. Sicherlich nichts für jeden Geschmack, für Liebhaber:innen des Prog-Rock dürfte „Void“ dennoch ein gefundener Leckerbissen sein.
© by Fuze - Ausgabe #119 August/September 2026 und Jeannine Michèle Kock