
Das Coverbild zeigt einen vermummten Anzugträger, der einen Molotowcocktail wirft, das Backcover eine brennende Barrikade. Und dann eine Band aus Finnland – das schreit förmlich nach Crust-Geballer. Doch weit gefehlt: Hinter dieser Verpackung und dem Albumtitel, der übersetzt „Wir geben nicht auf“ bedeutet, steckt eine der beständigsten finnischen Punkrock-Bands. Gegründet 1988 im Zuge der zweiten Finnen-Punk-Welle, die statt brachialem Hardcore-Punk wie in den frühen 1980ern Bands, wie NE LUUMÄET, BLITZKRIEG BOYS oder KLAMYDIA und auch HÄRIKÖT hervorbrachte, ist das nun das siebte Album. 14 melodische Punkrock-Songs mit vielen Ohohoho-Chören und finnischen Texten, wo ich nur das Wort „Rock’n’Roll Punkare“ verstehe. Härter sind sie geworden, ohne ihr Gespür für gute Melodien zu verlieren. Die Texte sind kritisch, beschäftigen sich mit einer kalten Gesellschaft und haben Titel wie „Torakat ja kusipäät“ („Kakerlaken und Arschlöcher“), „Kylmät tuulet puhaltaa“ („Kalte Winde wehen“), „Ei toivoa ei tulevaisuutta“ (Keine Hoffnung, keine Zukunft“) oder „Älä päästä sydäntä sammumaan“ („Lass dein Herz nicht erlöschen“), ein wirklicher Hit. Zusammen mit den RICHIES wäre das ein super Tourpackage, kann sich da bitte mal jemand drum kümmern?
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #155 April/Mai 2021 und Triebi Instabil
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