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HEISSKALT

Vom Tun und Lassen

Nach sechs Jahren haben sich HEISSKALT endlich wieder zurückgemeldet! Und mit ihrer Rückkehr kamen sogleich die Ankündigung eines neuen Albums, eine Tour, und Festivalauftritte. Es war lange überfällig, dass HEISSKALT wieder zurück auf die Bühne kommen. Nachdem ihr neues Album „Vom Tun und Lassen“ ursprünglich schon 2024 erscheinen sollte, hat sich das Warten nun zweifellos gelohnt. Gleich mit dem Opener „Alle Zeit“ bieten HEISSKALT eine über fünfminütige Hörerfahrung. Steigt man mit diesem Song in das Album ein, ohne vorher die Singles gehört zu haben, lässt sich noch nicht wirklich sagen, in welche Richtung es gehen wird. „Alle Zeit“ klingt typisch nach HEISSKALT – und doch ganz neu. Mit „Vampire“ ist dann klar: HEISSKALT sind zurück, und zwar so richtig. Pünktlich zur Vampir-Renaissance – es gibt einen neuen „Nosferatu“-Film und „Twilight“ wird dieses Jahr 20! – kommen sie mit diesem energetischen Banger um die Ecke. In einem anderen Leben hätten sie es 2009 womöglich mit diesem Song in den „Twilight“-Soundtrack geschafft, vielleicht anstelle von Jennifer Rostock mit „Es tut wieder weh“. Ja, sie können immer noch laut und wild und catchy, wie „Sommer“ zeigt. Aber es gibt auch so manche ruhige Stelle auf dem Album, zum Beispiel bei „Dieses Gefühl“, was in eine schon fast mysteriöse Stimmung übergeht. „Mit Worten und Granaten“ ist das genaue Gegenteil davon – volle Power mit berauschenden Screamo-Parts und einem genauso schnellen Wechsel zum Klargesang. Zum Schluss wird es noch mal emotional – „Heim“ lässt kein Auge trocken – und mit dem letzten Song „Teilchen“ gibt es einen fast sechsminütigen Rausschmeißer. Mit zehn Songs ist „Vom Tun und Lassen“ ein bündiges Album, ganz ohne Filler, auf dem jeder Song für sich stehen kann und für sich überzeugt, doch in der Gesamtkonstruktion eine emotionale, aber auch moshige Hörerfahrung darstellt. Ein früher Anwärter aufs Album des Jahres!

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