
Verletzlich, aber entschlossen. Auf Album Nummer drei haben ANGORA CLUB ihre Formel für emotionalen Punkrock noch mal verfeinert. Und natürlich ist der Albumtitel auch der rote Faden – denn bei allem enthaltenen Herzschmerz und aller Trauer geht es doch irgendwie immer auch um Mut und den Blick nach vorne. Was hier vielleicht pathetisch klingen mag, wirkt bei den Flensburgern herrlich unprätentiös. Ob im aggressiven Opener „Sonderling“ mit seinem finalen Credo „gestern ist heute gestorben“, in „Luftschlösser“ mit seinem eindringlichen Refrain oder im traurigen „Cäcilie“ – sicher umschifft das Quintett dabei die Klippen der Befindlichkeitslyrik, die das Formatradio vorgibt. Gerade dieses Ungekünstelte, Offenherzige macht den Reiz aus, das kombinieren ANGORA CLUB mit trockenem, straightem, norddeutsch geprägtem Emo-Punk und dem rauhen Timbre von Sänger Olli. Wie poetisch die Texte dabei dennoch sind, zeigt das finale „Es wird einmal“. Ein erstes Highlight von 2026.
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