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HILLBILLY DELUXE

Hurry Up And Wait

Mit bodenständigem Redneck-Sound machen die vier Musiker aus dem Kölner Umland bereits seit Mitte der 2000er Jahre sämtliche Honky-Tonks und Truckstops unsicher. Mittlerweile ist Album Nummer vier erschienen. Das stilsicher komponierte, arrangierte und intonierte „Hurry Up And Wait“ ist ein Meilenstein in ihrer Karriere. Der Stetson sitzt so gut wie die Basecap und den vier Musikern ist ihre Leidenschaft für Outlaw-Country zur Lebensaufgabe geworden. Die Band, benannt nach einer Dwight Yoakam-Platte, hat sich für ihr Album einen beeindruckend stimmiges Repertoire erarbeitet, Eigenkompositionen (zumeist aus der Feder von Sänger Guido Lehmann und seinem Sidekick Armin Billens) sind mit viel Verständnis für die US-amerikanische Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts entstanden, geschmackvolle Coversongs („Hot like that“ von Kenny Vaughan und „Thunderstorms and neon signs“ von Wayne Hancock), zudem eine Handvoll Nummern von Steve Earle und auch von dessen viel zu jung verstorbenem Sohn Justin Townes ergänzen den Songzyklus. Als Texter stand dem Quartett bei einigen Nummern wie „Futuristic farmer“, „She’s your problem now“ und vor allem dem Titelsong Jay Ottaway zur Seite. Als „Geheimwaffe“ des Bandsounds darf man den geschickten Einsatz von Guidos Lap-Steel-Gitarre werten, die den Nummern authentisches Nashville-Flair verschafft. Die 13 Songs, eingespielt im Kölner Elch-Studio, sind durch ein fachgerechtes Mastering in der altehrwürdigen Londoner Abbey Road aufgewertet worden, und die Hillbillys könne auf ihrem Longplayer mit versierter musikalischer Performance und viel Liebe zum Detail punkten.

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