Foto

RUMKICKS

Hit A Nerve

K-Pop ist ein Riesending, aber ehrlich gesagt ... verstehe ich das null, bin aber wie jeder über 20 sowieso nicht Zielgruppe. Was Südkorea sonst noch in Sachen Popkultur zu bieten hat? Da muss ich mich als kompletter Ignorant outen. Aber ... das kann sich ändern, denn ich habe eine neue Lieblingsband, und die kommt aus Südkorea: RUMKICKS! Weder Bandname noch Plattentitel kann man freilich auf Cover oder Rücken dieser Platte lesen, außer man kann Koreanisch. Gar kein so kluger Move des Labels. Auf dem quietschegelben Cover reiten die drei RUMKICKS-Girls – Yeahwon Jeong (voc, gt), Myorori (bs), Wanseo Joo (dr) – im Comicstyle einen grünen Drachen, und die elf Songs passen genau zu diesem Look: lässig rausgerotzter Punkrock, der gleich mehrere Assoziationen hervorruft: THE RAMONES, THE MUFFS, THE FASTBACKS, THE DONNAS, THE DICKIES, TOY DOLLS ... Du ahnst es, denn du stehst auf zuckersüße, knackige Punk-Pop-Songs im 2:30-Format, die vorbei sind, bevor du Luft holen konntest. Dazu englische Texte über Themen wie „Birthday“, „Punk rock boy“, „I can’t sleep“ oder „Sick of Seoul“. Und dazu der Hinweis im Innenteil: „Too much drink is not good for your health“ – eine Ergänzung zum Song „Live slow die old“?

Anzeige