Foto

REVERE RIVERS

I Was Born Of Water

Revere Rivers ist kein unbeschriebenes Blatt: Als Sohn eines Bassisten und Enkel eines Schlagzeugers trägt er Musik im Blut. Er lernte Piano und Hammond B-3 bei den Meistern aus New Orleans, spielte in Bands, die THE ROOTS oder Ivan Neville supporteten, und ließ sich in Kansas City nieder. Jahre des Songwritings münden nun in ein Album, das auf Vermittlung von Virgin-Manager Steve Weatherby mit Produzent Marvin Etzioni entstand, bekannt durch LONE JUSTICE, COUNTING CROWS oder Trombone Shorty. Rivers’ erster Versuch mit Etzioni, die Eigenkomposition „Lofty politics“, führte direkt zu einem ganzen Werk. Neben Etzioni stechen die Gäste hervor: James Gadson (Marvin Gaye, Bill Withers, McCartney) sorgt gleich im Opener und Single „A girl named Happiness“ für Groove, während David Ralicke (Beck, SHINS, Morrissey) sämtliche Bläserarrangements verantwortet. Das Ergebnis klingt mal nach Stax, mal nach frühem Van Morrison, mal nach den orchestralen Farben Gil Evans’. Rivers’ Handschrift aber bleibt unverkennbar, irgendwo zwischen Blues, Soul, Songwriter-Pop und eigenwilliger Melancholie. „Love is greater“ überzeugt mit lässiger Eleganz, „The mountains are calling“ mit offener Weite. Am stärksten bleibt die strahlende Single „A girl named Happiness“, die wie gemacht scheint fürs Radio – und doch ein Stück tiefer gräbt. Ein Debüt, das Tradition, Aufbruch und Eigenständigkeit klug vereint.

Anzeige