
Die INCA BABIES aus Manchester, deren einziges verbliebenes Originalmitglied Harry Stafford ist, haben zwölf Songs aus ihren frühen Alben eine „Reincarnation“ beschert. Das bedeutet, dass die Stücke nicht einfach neu aufgenommen und abgemischt wurden, im Übrigen von Simon Archer, aktuell Mitglied von 1919 und RED LORRY YELLOW LORRY, sondern in einem komplett neuen Soundgewand eingespielt wurden, wie etwa „Daniella“ vom Album „This Train“ (1985), das einer Bearbeitung in Dub mit Halleffekt unterzogen wurde und leider völlig seinen explosiven BIRTHDAY PARTY-Drive verloren hat. Bei einem Klassiker der Band wie „The diseased stranger’s waltz“ vom Debüt „Rumble“ (1984) ist es besser gelungen. Aber wer zu sehr Fan des brachialen, bass-betonten und energetischen Sounds der INCA BABIES ist, der sich von je her markant an THE BIRTHDAY PARTY, THE GUN CLUB und THE CRAMPS gerieben hat, wird hier vermutlich nicht in Euphorie ausbrechen. Der „neue Klang“ spiegelt zugleich die musikalische Entwicklung von Harry Stafford wider, der mit dem Projekt PURE SOUND bereits neue Wege beschritten hatte.
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