
Musik wie aus den 1990ern, circa 30 Jahre später und aus Dänemark und mit ein paar mehr Effekten: INERTIALS legen ihr Debütalbum mit insgesamt fünf Songs vor und haben allem Anschein nach oft und gerne die frühen Vertreter des Screamo gehört. Die noch nicht so durchtrennte Linie zwischen Hardcore/Screamo ist hörbar, alles ist in dieser Vermischung noch diffuser und brachialer, etwas chaotischer. Bei INERTIALS dominiert das heftige und sehr oft blastende Schlagzeug. Die knappe halbe Stunde der LP enthält viele Versatzstücke, die mir zum Teil nicht ganz zusammenzupassen scheinen. Aber dennoch: Es sind immer wieder sehr schöne und eindringliche Parts dabei, so ab der Hälfte von „Orgone inhaler“, die direkt Namen vieler Bands aufkommen lassen. Ohne nun ins ganz große Namedropping zu verfallen: INERTIALS verweisen auf viele Einflüsse, die mich alleine durch die lokale Assoziation zunächst zur ersten LACK-Platte greifen lassen, um danach noch mal ANGSTZUSTAND und INANE zu hören.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #185 April/Mai 2026 und David Gabriel