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ZETER UND MORDIO - Frei nach den Memoiren der Glückel von Hameln

Jens Cornils

In Zusammenarbeit mit dem Institut für die Geschichte der deutschen Juden und dem Bildungsprojekt „Geschichtomat“ hat Jens Cornils in seinem Comic-Debüt einen in den Memoiren der jüdischen Händlersfrau Glückel von Hameln festgehaltenen (und auch mit anderen Quellen belegten) Kriminalfall neu aufgerollt. Von Geschichtomat ursprünglich als Adaption der gesamten Memoiren geplant, stellte Cornils schnell fest, dass Glückel zu stark zwischen Zeiten, Ereignissen und Orten hin- und herspringt und daher eine Umsetzung als Ganzes in einem Band kaum realisierbar war. Er entdeckte aber ein paar kurze Absätze rund um die Themen Diebstahl und Mord, die vielversprechend klangen und sich durch von Historikerin Carmen Bisotti unterstützte Recherchen zumindest teilweise rekonstruieren ließen. In dezent pastellfarbig kolorierten, recht locker skizzierten und doch ausdrucksstarken Bildern wird hier nicht nur ein Kriminalfall aufgeklärt, sondern zugleich ein Stück jüdischer Geschichte in Hamburger und Lübeck erzählt und dabei systematisch mit den gängigen Klischees der damaligen Zeit aufgeräumt.

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