
KAVKA aus Berlin versuchen sich auf ihrem vierten Album „Kaputt“ an einem wagemutigen Spagat: Sie sind eine politische Crossover Band. Irgendwie sollte das wohl knallen – inhaltlich wie auch musikalisch. Auf „Kaputt“ wendet sich ihr auf „Paroli“ vor allem anklagender Blick auf Missstände nun vermehrt nach innen, hin zu den Auswirkungen, unter denen Menschen aufgrund dieser Missstände leiden. Die Texte sind weniger kampflustig, fallen düsterer aus und werden folgerichtig weniger in harte Beats als in emotionalere Klanggewänder gehüllt. Es ist ein interessanter Ansatz, der KAFVKA eine neue Ebene eröffnet. Nicht in jedem Fall kommt dabei ein spannender Song heraus. Hier und da dümpelt „Kaputt“ ein bisschen vor sich hin. KAFVKA testen neue Pfade aus und das ist mit Sicherheit kein Fehler. Der Spagat sitzt eben noch nicht so richtig.
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