
Das zweite Album der Neuwieder Band BSK nimmt rasant Fahrt auf und zeigt, wie Deutschpunk anno 2025 funktionieren kann. Melodisch und trotzdem gut nach vorne raus geballert. BSK erinnern mich an DAS BILDUNGSBÜRGERTUM oder auch KNOCHENFABRIK, sowohl beim Sound als auch in der Art, wie sie ihrer Texte schreiben. So gibt es ein Hoch auf die „Klima RAF“, Szenekritik in „No Kappas“ an Menschen, die immer sagen: „Geh doch für mich mit demonstrieren“, und die Dating-Probleme in der linken Szene bei „Linksradikal gelesen“. Logo geht es als junge Band auch gegen uns alten Säcke. „Opa Punk“ ist musikalisch top, textlich ein ordentlicher Tritt in die Wohlfühlzone. Da bleibt mir nur zu betonen, dass ich keine rechten Inhalte teile. Und dass WALTER ELF mit „Zu alt“ immer noch recht haben. Ganz großer Hit ist „Polizei in D“. Die Platte kommt im schicken Klappcover mit Texten und hey, zeigt das Coverfoto nicht eine U-Bahn-Haltestelle in Köln-Ehrenfeld? Und so bleibt mir nur zu sagen: „Auch wenn ich als Nieten-Opa-Punk nicht in euren Moshpit darf, gefällt mir eure Platte. Ich wünsche viel Spaß für die Zukunft, beim Älterwerden und Dabeibleiben.“ In diesem Sinne!
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