
Auf ihrem neuen Album lassen KADAVAR wieder die Muskeln spielen. _Zuletzt hatten auf „The Isolation Tapes“ (2020) und „I Just Want To Be A Sound“ (2025) die Keyboards das Kommando übernommen. Ein knappes halbes Jahr nach dem Spacerock-Vorgänger drehen die Berliner Retro-Rocker wieder die Verstärker auf und lassen ihre Gitarren heulen wie in alten Zeiten. Der Neustart nach dem Neustart. Wieder mehr BLACK SABBATH als PINK FLOYD. „Wir gehen bewusst zurück zu unseren Wurzeln“, sagt Gitarrist und Sänger Lupus Lindemann. „Wir wollten wieder mächtige Riffs, wir hatten Lust auf dröhnenden Hardrock.“ Zum ersten Mal spielt der neue zweite Gitarrist Jascha Kreft (ODD COUPLE) eine entscheidende Rolle im Line-up. Inhaltlich ist das neue Album eine Aufarbeitung all dessen, was gerade so schiefläuft in der Welt. Klimawandel, Kriegsangst und Rechtsruck. „Kids Abandoning Destiny Among Vanity And Ruin“ ist eine klassische Doomsday-Platte. Der Soundtrack zum Untergang. Produziert hat wie schon den Vorgänger DIE NERVEN-Frontmann Max Rieger. Mit ihrem achten Studioalbum haben sich die Berliner auf die Suche nach ihrer eigenen Identität gemacht und ein Kapitel aus der Vergangenheit aufgeschlagen. Mit KADAVAR wird es einfach nicht langweilig. Man weiß nie, was als Nächstes kommt. Find ich gut.
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