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KNUMEARS

Directions

Jahre nach dem vorläufigen Höhepunkt der Bewegung machen sich KNUMAERS auf, um das Erbe von DAÏTRO, ORCHID und RAEIN anzutreten. Den klassischen Screamo mit sich überschlagenden Gitarren, epischen, sich auftürmenden Songstrukturen und herzzerreißendem Geschrei haben die drei Amerikaner augenscheinlich studiert. „Directions“ hätte in dieser Form auch vor 15 Jahren erscheinen können. Ob es die rohe Verletzlichkeit in „Breaking ground“ oder die Wut in „Fade away“ ist – alle neun Lieder (plus Intro) sind auf den Punkt geschrieben. Keines hat zu viele Töne oder zu viele Worte. Hinzu kommt, dass die Band auch bei der Instrumentierung Feedbacks und Rauschen mit im Mix gelassen hat. Dies erhöht die Intensität und Dringlichkeit noch einmal deutlich. Am Ende steht damit ein Album, das alle Zutaten eines guten Screamo-Sounds mit sich bringt. Selbst kleine melodische Passagen scheinen durch („Friendly face“). Für Fans des Genres fast schon ein Pflichtkauf, waren hier „große“ Releases in den letzten Jahren doch rar gesät.

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