
Erst kürzlich erschienen bei Bureau B frühe, zum Teil nur auf Musikkassette vertriebene Aufnahmen der 1994 in Düsseldorf gegründeten KREIDLER, jetzt folgt auch ein neues Album mit dem etwas kryptischen Titel „Schemes“, denn im Englischen bieten sich da zahlreiche Bedeutungen an. Ich schätze die Band vor allem für ihre elegante Verarbeitung von Techno- und Krautrock-Einflüssen und ihre von funkigen Bass/Dub-Strukturen geprägten Rhythmus-Experimente, deren hypnotische Qualität schon bei ihren Frühwerken ausgeprägt war, inzwischen erweitert um subtile Formen von Weltmusik. „Schemes“ kommt diesmal noch etwas minimalistischer daher und besitzt eine insgesamt recht entspannte und melodiöse Ambient-Atmosphäre, auch wenn die typischen rhythmischen Aspekte von KREIDLER auch hier wirksam sind, nur etwas zurückhaltender und weniger kantig umgesetzt. Ich begebe mich jedenfalls auch weiterhin gerne in die speziellen, überwiegend instrumentalen Klangräume von KREIDLER, die mit Bass, Synthesizer und Schlagzeug immer wieder erstaunliche Sounds und Stimmungen erzeugen können.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #28 III 1997 und Thomas Kerpen
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