
Das zwölfte Studioalbum der Kanadier geht steil nach vorne, fängt den für die Band klassischen Sound ein und zieht ihn von der ersten bis zur letzten Sekunde durch. Wer DANKO JONES bestellt, bekommt auch DANKO JONES. Für viele Fans ist diese Konstanz allerdings kein Minuspunkt, sondern ein klares Qualitätsmerkmal. Produziert von Eric Ratz, ihrem langjährigen Studiopartner, serviert die Band ein elf Tracks starkes, energiegeladenes Rock’n’Roll-Statement, das durch direkte und etwas provokante Texte überzeugt. „What you need“ eröffnet das Album mit dem Versprechen „We’re gonna give you what you need“ und geht direkt mit „Diamond in the rough“, das durch den Gastauftritt von Marty Friedman (MEGADETH) noch ein Sahnehäubchen aufgesetzt bekommt, noch ein Stück weiter. Politisch korrekte oder feministische Inhalte sucht man nach wie vor vergebens. DANKO JONES stehen für lüsternen Rock’n’Roll – der die Frau auch mal ein wenig objektifiziert. Inhaltlich erinnern diese Songs und auch „Hot fox“ an den DANKO JONES-Klassiker „(Do you kiss on the) First date“. Insgesamt strotzt das Album vor Selbstbewusstsein und positiver Energie. „Everyday is saturday night“ schafft es schon innerhalb der ersten Takte mitzureißen und verspricht, ein Stimmungsgarant bei den anstehenden Shows zu werden. Trotz der altbewährten Rock-Struktur ist „Leo Rising“ nicht einfach nur ein weiteres Album in der Diskografie der Band. Die Gitarrenriffs machen Spaß, die Melodien sind eingängig, die Gitarrensoli brillant. Routiniert und klare Abläufe zeichnen die Band aus, und doch klingt kein Song wie der andere. Wo bei einem Song die Percussion recht unauffällig erscheint, steht beim nächsten plötzlich die Cowbell im Mittelpunkt. Aus diesem Grund macht das Album auch selbst spielenden Musikern besonders viel Spaß. Als Fazit lässt sich also mit absolut reinem Gewissen sagen: „Leo Rising“ liefert Rock’n’Roll mit einem Augenzwinkern und einer großen Prise Genialität.
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