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MALHEUR

Lava

Eine Tape-Veröffentlichung fürs Debüt, anstatt dem Vinyl-Zwang zu erliegen, das macht das Münsteraner Trio MALHEUR schon vor dem ersten Hören sympathisch. Hier gibt es Post-Hardcore im Fahrwasser von FJØRT. Wuchtige Gitarren und Screams wechseln sich mit sphärische-ruhigen Parts ab. Ja ja, den kritischen Musiknerds ist das Schema bekannt. MALHEUR ringen der guten alten Leise/laut-Dramatik aber durchaus schöne Songs ab, wie den Titeltrack „Lava“. „Visagen“ wiederum sticht etwas aus den sechs Songs heraus. Sorgt die erste Strophe wegen der Chöre noch für unangemessen fiese DIE PRINZEN-Assoziationen, steigert sich der Sound schließlich bis hin zum herrlich die Stimme malträtierenden Finale. Getoppt wird das nur noch vom abschließenden „Sorry, muss off“. Textlich gibt es neben politischen Inhalten („Kroesus“) auch Persönliches, wie in „Frevel“. Gute Mischung, gutes Debüt!

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