
Einen irgendwie passenden Namen haben sich die aus Fargo, North Dakota stammenden MAUL ja gegeben, denn mit ihrer Musik gibt es ordentlich auf die Fresse. „In The Jaws Of Bereavement“ ist das zweite Album des Sextetts, das den brutalen Death Metal-Sektor bedient. Dabei wird nicht einfach drauflos gebolzt, sondern gekonnt zwischen den Tempi gependelt. Wird im einen Moment das Gaspedal bis zum Anschlag durchgetreten, walzen im nächsten wuchtige Midtempo-Riffs über die Hörerschaft hinweg oder grollende Doom-Elemente bestimmen das Geschehen. Das ist zweifellos nicht neu, aber bietet eine Menge Kurzweil. On top gibt es eine garstige Hardcore-Note im Sound der Band, die sich aber nicht durch die bloße Aneinanderreihung von Breakdowns äußert, obschon es die natürlich auch gibt. Vielmehr galoppiert die Band phasenweise durch Parts, die irgendwie den Vibe von Acts wie TERROR und Co. versprühen. Das ist insofern erfrischend, als dass hier nicht einfach der Deathcore-Stempel gezückt werden kann. Oldschool-Puristen werden sicher nicht so einfach den Zugang zum Sound dieser Band finden, aufgeschlossene Death-Metaller dürften jedoch viel Spaß mit diesem Ballermann von Album haben.
© by Fuze - Ausgabe #111 April/Mai 2025 und Manuel Stein
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #177 Dezember 2024/Januar 2025 2024 und Jens Kirsch