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THROWING MUSES

Moonlight Concessions

Die 1981 von den beiden Stiefschwestern Kristin Hersh und Tanya Donelly gegründeten THROWING MUSES haben ihre Spuren in der amerikanischen Alternative-Rock-Szene der 1980er Jahre hinterlassen, auch als feministische Avantgarde, da drei der vier Mitglieder weiblich waren. 1997 löste sich die wie die PIXIES auf 4AD beheimatete Band dann auf, 2003 kam es zu einer Reanimation der Muses. Auf dem letzten Album „Sun Racket“ von 2020 waren aber nur noch die Urmitglieder Hersh und Schlagzeuger David Narcizo übrig. Wer die Muses aktuell sind, darüber schweigt sich die neue Platte „Moonlight Concessions“ allerdings aus, wobei die Songs alle von Hersh geschrieben wurden. Hauptsächlich hört man Hersh und ihre Akustgitarre, Bass und Schlagzeug sind ebenfalls in reduzierter Form zu vernehmen, neben Cellist Pete Harvey, der Hersh auch schon live unterstützte. In der Vergangenheit hatte ich häufiger meine Probleme mit Hershs Gesang, der schon in der Frühzeit der Muses gewöhnungsbedürftig war, aber später noch extremer wurde. Ein Faszinosum ist Hersh weiterhin, ihre Stimme klingt gleichermaßen kindlich wie brüchig und kaputt, was sehr gut harmonisiert mit den spartanischen, folkrockigen Sounds der neun sehr intim und emotional anmutenden Songs von „Moonlight Concessions“. Ich bin erstaunt, wie sehr mich Hersh damit diesmal wieder in ihren Bann ziehen kann. Schade, dass nach knapp 30 Minuten schon wieder alles vorbei ist.

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