
Das Jarocin Festival fand ab 1980 in in Polen statt und bot Bands abseits des kommunistischen Regimes einen Platz. Zunächst spielten nur Blues- und Rockbands, doch 1984 durften erstmals auch Punkbands auftreten. Und das lockte Tausende von Punks auf das Festival, die neben DEUTER oder DEZERTER auch MOSKWA abfeierten. Die erst 1983 gegründete Band spielte in ihren Anfangstagen einen ungestümen und wüsten Hardcore-Punk, der sich im internationalen Vergleich vor niemandem zu verstecken braucht. Stellenweise hat das durchaus etwas vom Finnen-Hardcore dieser Zeit. MOSKWA spielten an zwei Tagen, am 1. und noch mal am 4. August. Mitschnitte beider Gigs finden sich auf dieser Scheibe. Auf Seite 1 sind es elf Songs, auf Seite 2 nur neun – leider, denn hier MOSKWA klingen noch eine Spur härter.. Bedauerlicherweise hört man nicht viel vom Publikum, aber die Fotos zeigen einen begeisterten Pogomob. Die LP kommt im Klappcover, auf schwarz-rotem Vinyl und inklusive Textbeilage mit englischen Übersetzungen. Die Texte sprechen viel von Kriegsangst, der atomaren Bedrohung, der allumfassenden Propaganda und der bedrohlichen Umweltverschmutzung. Also teilten Punks auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs die gleichen Ängste und Gefühle.
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