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OATH OF CRANES

No One Has The Right To Obey

Mit Album Nummer zwei erweisen sich OATH OF CRANES als legitime Nachfolger von CELTIC FROST, standen doch Teile der Band dort einst in Lohn und Brot, ja haben zum Teil sogar an „Monotheist“ mitgewirkt, dem klotzigen Schwanengesang der Schweizer, der schon den Weg in Richtung TRIPTYKON ebnete. Im Vergleich zum Debüt fällt auf, dass ungleich mehr Wucht in die Kompositionen gelegt wurde. Statt des post-metallischen Charakters weisen die neuen Stücken einen höheren Doom- und Sludge-Anteil auf, was vielleicht sogar ein wenig von genannten TRIPTYKON hat. Ob Tom G. Warrior mit solcher Konkurrenz d’accord ist? Das Riffing ist auf jeden Fall weit weniger ausladend und kommt ziemlich direkt zur Sache. Dichte Moll-Gitarrenwände, die bis in die Knochen spürbar sind, bestimmen das Geschehen. Dieser gewaltige basslastige Sound tut weh und das soll er wohl auch, schließlich halten OATH OF CRANES der Gesellschaft auch in ihren Texten den Spiegel vor und was da zu sehen ist, ist oft alles andere als schön. Da darf auch die Musik wehtun. Das Vorgängeralbum„The Unsung Mantras“ wirkte zunächst zweifellos zugänglicher, hatte aber auch seine beliebigen Momente. „No One Has The Right To Obey“ ist nun nicht weniger als ein hasserfüllter Klotz, beliebig ist hier gar nichts – und ganz ehrlich, das gefällt mir sogar sehr! Zeiten wie diese verlangen nach derart ungehobelter Musik.

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