
Smasher! Das zweite Album von ONE VOICE ist großartig, ist schlichtweg eine der besten Scheiben des Genres – seit Jahren! Hittiger Classic-Oi!-Oi!-Punk mit Working-Class-Attitüde. Simpel gestrickt und völlig vorbei an trendigen Sounds und technischen Raffinessen, aber so dermaßen eingängig und sympathisch räudig, dass es gar nicht anders geht, als alle Regler auf rechts zu drehen und den halben Kiez volles Rohr zu beschallen. Faust geballt, Bier auf – Pogo! Zwölf super eingängige, größtenteils flotte Songs im Stil und Geist von ONE WAY SYSTEM, OXYMORON, SCHLEPROCK, EVIL CONDUCT und BUSINESS. Real Oldschool! Textlich gibt es Ansagen für Maulhelden, doch mal wieder in die Puschen beziehungsweise auf Konzerte (in kleinen Szeneläden) zu kommen und die eigenen Träume nicht aus dem Blick zu verlieren ... und mit „Brews of Dortmund“ eine süffige Ode an Hopfen, Malz und Co. Alles im Szenekontext, alles ohne großes Palaver und alles verpackt in hymnische, krachig-scherbelige Stomper. So einfach kann es manchmal sein, trotzdem kommt ein Album dieses Kalibers nur alle paar Jahre. Dass sich hinter ONE VOICE keine Unbekannten verbergen, sollte bekannt sein. Die drei Boot-Boys Joost, Andre und Phil sind alte Szenehasen und wissen wie der Hase – in der Szene – läuft. Bärenstarkes Album in coolen Vinylversionen. Viva la Subkultur – Oi!
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #178 Februar/März 2025 und Markus Franz
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