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POISON THE WELL

Peace In Place

16 Jahre Pause! Versuchen POISON THE WELL mit ihrem Quasi-Comeback „Peace In Place“ ihre frühen Metalcore-Wurzeln zu reproduzieren oder knüpfen sie eher an die experimentelleren Momente ihrer späteren Phase an? Die Antwort liegt irgendwo dazwischen. „Peace in Place“ klingt deutlich reifer und atmosphärischer als die frühen Klassiker „The Opposite Of December... A Season Of Separation“ oder „You Come Before You“, ohne deren emotionale Wucht komplett hinter sich zu lassen. Musikalisch setzen die Songs stärker auf Dynamik und Atmosphäre als auf permanente Breakdown-Gewitter. Viele Stücke bauen sich langsam auf, lassen Gitarrenflächen und Melodien wirken, bevor sie plötzlich wieder in härtere Passagen kippen. Gerade diese Wechsel aus Melancholie und eruptiver Härte erinnern daran, warum PTW Anfang der 2000er überhaupt so wichtig für die Entwicklung von Metalcore und Post-Hardcore waren. Der Gesang von Jeffrey Moreira bleibt dabei das emotionale Zentrum der Musik. Seine Mischung aus verzweifeltem Schreien und melodischen Momenten funktioniert auch nach all den Jahren noch erstaunlich gut. Die Texte wirken persönlicher und reflektierter als früher. Irgendwie ist hier weniger jugendliche Wut, aber dafür mehr nachdenkliche Schwere zu spüren. „Peace)n Place“ ist damit kein nostalgisches „Wir spielen nochmal 2002“-Album, sondern eher eine ruhige, teilweise düstere Weiterentwicklung.

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