
Sechs Jahre vergingen seit dem Release von „Moving Targets“ 2018, bis die PEAWEES nun mit „One Ride“ ihr siebtes Album nachlegen, auf dem sich ihr brodelndes Sound-Mosaik aus „Old time“ Rock’n’Roll, Soul und Garage-Punk in absoluter Topform präsentiert. Die nahezu dreißig Jahre Bandgeschichte hört man ihrem Songwriting an, es klingt ausgereift, irgendwie erwachsen, dabei jedoch nicht abgehangen oder in starrer Weise formelhaft, eher so als hätte sich das intensive Studium von Strummers Opus von CLASH bis MESCALEROS, Phil Spectors Wall of Sound und des Motown-Katalogs bezahlt gemacht. Ihre Songs sind reich an Zitaten, doch sie kupfern nicht ab, sondern ziehen den Hut – so wirkt Mary von den DETROIT COBRAS beispielsweise bei „You’ll never be mine again“ mit, verneigt sich die Gitarre im Titeltrack vor Marc Bolans Boogie-Prahlerei oder könnte der Opener „Banana tree“ ein hochoktanig in die Jetztzeit transponierter unveröffentlichter Track des KINGSTON TRIO sein. Nun da REIGNING SOUND das Handtuch geworfen haben, mögen einem nur noch wenige Bands einfallen, deren Arrangements sich in dieser einzigartigen Weise gleichzeitig bei THE SAINTS, der „Nuggets“-Box und Mary Wells bedienen, aber THE PEAWEES sind definitiv eine davon.
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