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PENTAGRAM

Lightning In A Bottle

Ich erinnere mich noch gut an ein Interview mit Sonny Vincent vor einigen Jahren in diesem Heft, wo es um die Band THE LIMIT ging. Mit dabei auch Bobby Liebling von PENTAGRAM, wo man nicht das Gefühl hatte, dass dieser sich in Bezug auf die Entstehung des Albums als jedermanns Liebling entpuppt hatte – so trug das Interview auch den Untertitel „Der Höllentrip“. Dessen Band PENTAGRAM, die man als eine Art fehlendes Glied zwischen BLACK SABBATH und ST. VITUS ansehen könnte, was die Entwicklung von Doom Metal angeht, ereilte das Schicksal einer übersehenen und unterschätzten Kultband mit spärlichem Output (bis heute neun Platten), die 1971 gegründet würde, aber erst 1985 ihr Debüt veröffentlichte. Nicht ganz unschuldig daran war Lieblings jahrzehntelange Drogenabhängigkeit, der so etliche Line-ups verschliss und inzwischen so aussieht, als ob Bram Stoker ihn für seinen legendären Vampirgrafen als Vorlage im Kopf gehabt hätte. 2015 erschien bei Peaceville das bis dato letzte Album „Curious Volume“, und das war sogar extrem gut, und vielleicht sogar besser als das Debüt und der Klassiker „Day Of Reckoning“ von 1987. Auf „Curious Volume“ war auch Gitarrist Victor Griffin wieder mit dabei, der auch auf den frühen PENTAGRAM-Veröffentlichungen zu hören ist. Für „Lightning In A Bottle“ hat Liebling jetzt aber wieder ein komplett anderes Line-up (Tony Reed und Scooter Haslip von MOS GENERATOR) um sich geschart. Er selbst, dem man ja früher immer eine gewisse Nähe zu Ozzy Osbournes Gesang nachsagte, ist auf jeden Fall gut bei Stimme, für ein lupenreines Doom-Album ist das neue Songmaterial aber meist zu flott und – ganz im Sinne des Labels – eher bluesiger Stoner-Rock. Das reicht zwar nicht zu einem wirklich legendären Spätwerk, aber songwriterisch wirkt „Lightning In A Bottle“ frischer als vieles andere in diesem Bereich und spannt musikalisch auch schön den Bogen von den 1970ern zu moderneren Formen von Hardrock und Heavy Metal.

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