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DORTMUNDERGROUND 1978-1998

Peter Hesse, Jens Prüter, Ben Richter

Jede Stadt hat die Band, mit der man sie assoziert. In Bezug auf das Ruhrgebiet bedeutet das: Duisburg – EISENPIMMEL, Mülheim – LOKALMATADORE, Essen – KREATOR, Gelsenkirchen – SODOM, Bochum – DIE KASSIERER, Dortmund – THE IDIOTS. Aber in der Stadt mit dem großen U im Namen (U wie Union, siehe Coverfoto) gab es natürlich noch ein paar mehr Bands, und die Dortmunder Szenemenschen Peter Hesse, Jens Prüter und Ben Richter haben sich daran gemacht, die mit 600.000 Einwohnern drittgrößte Stadt von NRW „back on the map“ der Popkultur zu bringen. Mit Visions, Deaf Forever und Rock Hard gibt es dort zwar maßgebliche Musikmagazine, Lokalkolorit findet man da aber nicht, auch die Labels Century Media und People Like You waren da keine große Hilfe, das legendäre Venue FZW aber schon. In über dreißig Kapiteln widmet sich das Buch nun der Szene jener Stadt von Punk-Beginn bis in die späten 1990er. NEAT, CLOX und THE IDIOTS sind darunter, DER RISS, RIM SHOUT, CHAINSAW HOLLIES, MULTICOLOURED SHADES, THE RAYMEN und LES JACKS. Dazu kommen Kapitel über diverse Musikakteure mit bisweilen bundesweiter Ausstrahlung, etwa Götz Kühnemund und Edgar Klüsener (Metal Hammer), es gibt ein knappes Kapitel über Fanzines (mit Holger „Hustensaft“ Schmidt), der legendäre Booker Uli Schmitz vom (alten) FZW wird interviewt, der dortige „Hausfotograf“ Andreas Hahne. Es ist ein sehr detailreiches Buch mit Hardcover und zig Fotos und Abbildungen, und auch wenn es vordergründig eine lokale und regionale Zielgruppe anspricht, stellt man angesichts der Akteure fest, dass diese sich über zwei Dekaden erstreckende sehr detailreiche Szenebiografie letztlich doch alle Punk- und Metal-sozialisierte Menschen anspricht.

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