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POGENDROBLEM

Great Resignation

Täglich zur Arbeit gehen, sich vom Chef herumkommandieren lassen, sinnlosen Scheiß machen und dafür viel zu schlecht bezahlt werden. Das gehört zu den Problemen, mit denen sich POGENDROBLEM herumschlagen. Deshalb hat die Band aus Köln ihr neues Album „Great Resignation“ getauft. So nennt man das Phänomen einer Kündigungswelle, die während der Corona-Pandemie ausgelöst wurde. Arbeitnehmer:innen kündigten freiwillig wegen ihrer Gesundheit, Work-Life-Balance oder zugunsten von Jobs, die mehr Sinn machen. Lohnarbeit ist schon seit den Anfangstagen ein großes Thema bei POGENDROBLEM. Gegründet vor elf Jahren als Schülerband in Bergisch-Gladbach, irgendwann nach Köln gezogen und vom Trio zum Quartett gemorpht. Jetzt besteht die Band aus Georg, Benta, Frieder und Lauritz. Vier Jahre später veröffentlichen sie ihr Debütalbum „Erziehung zur Müdigkeit“ auf dem Duisburger Indielabel In A Car, das zweite Album „Alles was ich noch hab sind meine Kompetenzen“ kommt 2022 bei Audiolith heraus. Dazwischen veröffentlichen sie noch die Doppel-EP „Ich – Wir“ auf This Charming Man. Neues Album, neues Label. Im Laufe der Jahre haben sich POGENDROBLEM zur festen Größe in der New Wave of Deutschpunk gemausert. Neben Bands wie TEAM SCHEISSE, AKNE KID JOE oder KOCHKRAFT DURCH KMA. Ihr drittes Album erscheint beim PASCOW-Label Kidnap Music. Zwölf wütende Songs über den Menschen im Spätkapitalismus, absurde Alltagsgeschichten, die Untiefen der Psyche und offene Fragen an die linke Szene. Verpackt in Hektik, Geschrei und Verzweiflung. Aber trotzdem catchy. Irgendwo zwischen Deutschpunk, Hamburger Schule, Garage und Pop. Vor drei Jahren hat die Band mit ihrem Song „Shirt an“ eine heftige Kontroverse über freie Oberkörper bei Punk-Konzerten ausgelöst. Es hagelte Hass in den Kommentarspalten. So viel Sprengkraft steckt in den zwölf neuen Songs nicht. Vielmehr zieht sich große Traurigkeit wie ein roter Faden durchs Album. Über die Welt, in der überhaupt nichts mehr funktioniert, über Dinge, die dringend geändert werden müssen, über das tägliche Hamsterrad, in dem wir uns abstrampeln. Keiner der Songs erreicht die Drei-Minuten-Grenze. Der Sound ist rauh, fuzzy und krachig. Nix für Schmusekatzen. Aufgenommen von Gregor Hennig (KANTE, DIE STERNE) im Studio Nord Bremen, gemischt von LYGO-Drummer Daniel Roesberg und gemastert von Christian Bethge (MESSER, GEWALT). Illustre Gäste hatten sie auch im Studio: Luise Funface von THE TOTEN CRACKHUREN IM KOFFERRAUM, SCHEITERN.DREITAUSEND, FRUSTWUT und TEAM SCHEISSE. POGENDROBLEM machen sich mit ihrer konfrontativen Art in der Punk-Szene sicher nicht nur Freunde, sorgen aber dafür, dass sich auch die Gen Z für Deutschpunk, DIY und Anarchie interessieren könnte.

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