
Mit ihrem dritten Album zementieren RONG KONG KOMA ihr bittersüßes Manifest. Sänger und Songwriter Sebastian Kiefer schreibt Songs über Drogenpsychosen, Krebserkrankungen oder den Verlust von Freunden. Große Gefühle, Selbstzweifel und eine gesunde Portion Wahnsinn sind ihm nicht fremd. Mit „Smile“ vermittelt die Band ihre Botschaft so direkt, ungefiltert und kantig wie noch nie. Auf dem dritten Album geht es um den Rechtsruck, toxische Männlichkeit oder die gepflegte Lethargie der Mitte. Der ganze Wahnsinn dieser Tage eben, der in Berlin noch direkter spürbar ist als im Rest des Landes. Sebastian hat immer seine sensiblen Antennen ausgefahren, wenn er durch die ehemalige Mauerstadt streunt und alles in sich aufsaugt. Alltagsbeobachtungen, Begegnungen, Storys von Freunden oder Berichte in den Medien. Das alles gießt er in kaputte Poesie und schreit es auf der Bühne heraus. Seine Stimme ist rauh, der Sound manchmal brutal aggressiv, manchmal versöhnlich. Irgendwo zwischen Indierock, Straßenköter und Punk. Poppige Songs, maximal schrammelig und punkig gespielt. Voller Herzblut und Zerrissenheit. Der rauhe Gesang erinnert ein bisschen an Rio Reiser. Sebastian Kiefer kennt man von Bands wie HUCK BLUES oder DIVING FOR SUNKEN TREASURES. Sein aktuelles Quartett RONG KONG KOMA ist mit Abstand seine beste Band bis jetzt.
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