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LOST LYRICS

Rotzlöffel

„Rotzlöffel“ von THE LOST LYRICS war für mich das Album, mit dem ich das sympathische Trio aus Kassel kennen und lieben gelernt habe. Es war ihr dritter und erstmals fast durchgängig deutschsprachiger Longplayer und der erste auf Hulk Räckorz, dem Label, das Mitte der 1990er auch wegen der Labelkollegen WIZO schon einen hohen Bekanntheitsgrad hatte, von dem auch die LOST LYRICS profitieren konnten. Gut so, denn die Band veröffentlicht bis heute dort und hat seitdem keine schlechte Platte aufgenommen. Aber „Rotzlöffel“ bleibt für mich trotzdem das Highlight mit Hits wie „Lucy’s neuer Weg“ oder „10 Uhr 50 auf Gleis 2“. Ist ja oft so, dass die erste Platte, die man von einer Band hört, subjektiv für einen die beste bleibt. Aber „Rotzlöffel“ lässt sich sicherlich auch ganz objektiv als Klassikerscheibe in der Diskografie der Band bezeichnen. Bei ihrem Erscheinen 1996 gab es Vinyl nur in kleiner Auflage als Picture Disc. Die Neuauflage ist also die erste „richtige“ Vinylausgabe und das Material wurde zu diesem Zweck neu abgemischt und gemastert. Das tut dem Sound der Platte wirklich gut und lässt das Ganze noch direkter und frischer klingen. Ich kenne dieses Album inzwischen so lange, doch das Intro von Bass und Drums bei „Haifischbaby“ fährt mir immer noch direkt in die Beine und sorgt augenblicklich für gute Laune.

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