
Zwar bereits 1990 gegründet, sind diese Schweden dennoch irgendwie an mir vorbeigegangen. Das mag dem Umstand geschuldet sein, dass genau genommen nach nur zwei Demotapes und einer 7“ seit 1993 erst mal Schicht war. Bandmitglieder schieden aus dem Leben (Gitarrist Jarmo wurde 1995 ermordet, Gitarrist Toni starb 2014) und eine Mini-LP lag fertig auf dem Tisch, sollte jedoch nicht zur Vollendung gebracht werden. Seit 2022 arbeitete die Band wieder an neuem Material, das nun mit dieser Platte vorliegt. Ich gebe zu, dass ich angesichts des Artworks zunächst Black Metal erwartet habe. Jedoch ist der gebotene ultra schleppende und sludgige Death-Doom-Metal wahrscheinlich sogar noch viel finsterer als jede Black Metal-Truppe. Die Gitarren grollen dermaßen, dass die Riffs bis in die Eingeweide spürbar sind. Die Gesamtstimmung des Albums zieht wirklich runter. Mit Sicherheit hat sich der Tod von Produzent Peter Bjärgös Tochter während der Aufnahmen der Platte auch entsprechend ausgewirkt. Wer möchte, dass schwarze Wolken am Horizont aufziehen, muss nur dieses Album angemessen laut hören. Der Rest ergibt sich dann von selbst.
© by Ox-Fanzine - Ausgabe #181 August/September 2025 und Jens Kirsch