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MEGADETH

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Da ist er also, der Schwanengesang von MEGADETH, der Band, die Zeit ihres Bestehens versuchte, an die großen Erfolge von METALLICA anzuschließen, und dabei zwar zu einer der wichtigsten Bands des Thrash Metal wurde, sich aber stets mit deutlich kleineren Stücken des Kuchens begnügen musste. Ich gebe zu, ich war nervös, denn schließlich will so ein finales Album ja eigentlich mächtig nachhallen und Eindruck schinden, doch klangen die ersten Eindrücke derer, die die Platte vor mir hören konnten, relativ durchwachsen. Aber nach einigen inzwischen erfolgten Runden kann ich nun beruhigt sagen: „Megadeth“ ist zwar kein Jahrhundertwerk, wohl aber für mich das beste Album seit „Youthanasia“. Zu jenem großartigen 1994er Werk schlagen diese letzten zehn Songs dann auch eine Brücke, klingen ähnlich ambitioniert, rockig und catchy. Das Gaspedal wird nicht ständig auf Anschlag gehalten, dafür viel Groove und Melodie geboten. „Puppet parade“ ist dafür sicher ein gutes Beispiel. Dave Mustaine ist weniger angepisst und hat seinen Frieden mit der Vergangenheit gemacht, wodurch ein Album wie dieses sicherlich überhaupt erst möglich wurde. Davon zeugt übrigens auch der elfte Song auf diesem Album, ein Cover von „Ride the lightning“, einem der Hits jener Metal-Heroen, bei denen Mustaine einst äußerst unschön rausflog und deren Frontmann er dafür damals auf die Schnauze gehauen hat. Musik beruhigt ja oft die Gemüter, auch wenn es manchmal viele Jahre dauert. Fassen wir also zusammen: „Megadeth“ ist ein würdiger Abschluss.

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