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SODOM

Get What You Deserve

Die nächste Rerelease-Runde läuten SODOM mit „Get What You Deserve“ ein, jener 1994er Platte, die die Band damals noch näher an den Punk brachte, was Gitarrist Andy Brings zuzuschreiben ist, der damals genau den Vibe mitbrachte, nach dem Tom Angelripper gesucht hatte. Es sollte mehr Punk sein, mehr MOTÖRHEAD, einfach Rock’n’Roll, alles reduziert auf das Wesentliche und ohne überbordenden Schnickschnack. Die Band war glücklich, viele Fans aber weniger, denn durch den Punk- und Rock’n’Roll-Einfluss ging ihrer Ansicht nach das Radikale an der Musik der Gelsenkirchener flöten. Dass dem aber absolut nicht so war und die Platte sogar richtig ballert, sollte sich dann aber zeigen, denn „Get What You Deserve“ brauchte einfach nur etwas Zeit zum reifen und wurde schließlich doch zu einer ihrer beliebtesten Scheiben. Nun gibt es diesen abermals großartig aufgemachten Rerelease in verschiedenen Versionen, von denen mir das schicke Doppel-Vinyl vorliegt. Dickes Klappcover mit alternativem Artwork, zwei LP-Taschen mit jeweils einem der damaligen Cover (wir erinnern uns: das ursprünglich gewählte Artwork war der Plattenfirma zu krass und wurde durch ein schlichtes, aber schickes Bandfoto ersetzt), ein neues Mastering, bei dem Andy Brings in Sachen Sound noch mal einiges rausgeholt hat, sowie den „Blitzkrieg-Remixes“ auf der zweiten LP. Letztere hätte es für mich nicht gebraucht, wenngleich auch die natürlich Spaß machen. Doch das reguläre, nun in neuem Sound erstrahlende Album reicht völlig aus, um den SODOM-Fan in mir (der ich bekanntermaßen erst sehr spät wurde) glücklich zu machen. Gerne mehr von solch fetten Paketen, denn ein paar Perlen gibt es ja noch in der umfangreichen Diskografie von Tom Angelripper und Co.

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