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SONDASCHULE

Wir bleiben wach

Diese Band hat ein paar harte Jahre hinter sich. Das ist auf „Wir bleiben wach“ zu hören. Und zwar in jedem Song – auch wenn streng genommen „nur“ die ersten drei Stücke direkten Bezug auf den plötzlichen Tod von Gitarrist Daniel „Blubbi“ Junker 2021 nehmen: der Titeltrack, „Weit, weit weg“ und „Auf einen neuen Tag“ nämlich. Gänsehaut und sich dezent ankündigende Tränchen beim Hören inklusive. Der Einstieg ist also dreimal Traumaverarbeitung im Ska-Punk-Format, ehe der für diese Mülheimer Band so typische Witz und Humor zurückkehren: „Ich trinke nicht mehr“, „Weine nicht“ (Featuring Ted Sheeran), „Ärgerlich“, „Das kann doch mal passieren“ zeigen SONDASCHULE nicht nur als einmal mehr verdammt respektable Songschreiber, sondern auch als Kollektiv, das sich wiedergefunden hat. Das den Spaß wiedergefunden hat. Und dem man die Befreiung von all dem, was da zuletzt zu verarbeiten war, anhört. Das Motto: Lasst uns immer wieder mal liebevoll zurückblicken und nicht vergessen. Lasst uns aber vor allem rausgehen und den Menschen ein paar Stücke Musik um die Ohren hauen. Und genau diese Attitüde ist es, die „Wir bleiben wach“ zu einem besonderen Album macht. Zu einem sehr intensiven Album. Und zu einem der besten der Bandgeschichte. Schön, dass Costa und Co. zurück sind. So zurück sind.

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