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JUNIUS

Sotera

Schon nach wenigen Sekunden, dem Einsetzen der flächigen Keyboards, spätestens sobald Joseph E. Martinez’ wehklagender Gesang aufflammt, weiß man als Fan, hier handelt es sich um JUNIUS. Das vierte Album der Band klingt dabei gleichzeitig wohlig bekannt und doch neu. Trotz der langen Abwesenheit – neun Jahre sind seit dem letzten Werk ins Land gezogen –, haben JUNIUS ihren Stil lediglich verfeinert, weniger über den Haufen geworfen. Noch immer bestimmt ihre Mischung aus brachialen Riffs und träumerischen Melodien das Geschehen. Auch wenn die Band das Tempo über weite Strecken kaum variiert und die meisten Songs sehr gemächlich und getragen daherkommen, ist es JUNIUS gelungen, acht mitreißende und abwechslungsreiche Songs zu schreiben. Highlights sind der melancholische Opener „Disciple“, das wavige „Lucifera“ (was für ein Refrain!) und das intensive „Serpent“. Die Grenze zwischen Post-Punk und -Metal ist auf „Sotera“ noch weniger greifbar als auf den Vorgängerwerken. Als wären sie nie weg gewesen, schließen JUNIUS damit locker und leicht an die hohe Qualität ihres bisherigen Katalogs an.

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