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SPIDERS

Sharp Objects

Eins vorweg, für eine objektive Rezension bin ich die falsche Fachkraft, denn seit ihrer ersten Veröffentlichung „Flash Point“ liebe ich die SPIDERS heiß und innig. Dazu kommt, da kann ich einfach nicht aus meiner Haut, höre ich einen Song, der auch nur ansatzweise an THE HELLACOPTERS erinnert, brenne ich gleich lichterloh. Deswegen haben mich die Schweden nach den ersten 20 Sekunden des Openers „Rock’n’roll band“ komplett im Sack. Theoretisch muss ich gar nicht mehr weiterhören, um „Sharp Objects“ mindestens 11 Punkte von möglichen 10 zu geben, aber warten wir’s mal ab, vielleicht finde ich doch noch ein Haar in der Suppe. Kaum habe ich das ausgeschrieben, verknalle ich mich dank zuckersüßem Bubblegum-Rock und noch süßeren Vocals instant in den „Sweet boy“, und weil es bei den Göteborgern niemals langweilig wird, schauen bei den nächsten Songs T. REX, KISS, die RUNAWAYS und DEAD BOYS um die Ecke. Sängerin Ann-Sofie Hoyles begeistert mit einer Stimme, die mal rotzig wie Debbie Harry ist, dann wiederum deep wie Jinx von COVEN, dazu kommt das Songwriting mit einem Händchen für Hits wie ABBA in Rock. Macht euch keine großen Hoffnungen mehr auf das Suppenhaar, ich bin am Ende des Albums angekommen. Und habe immer noch keins gefunden. „Sharp Objects“ ist ganz sicher für mich in den Top 3 von 2025. Der einzige Minuspunkt sind die mickerigen 34 Minuten Spielzeit, aber wofür gibt es den „Repeat“-Button?

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